Kombucha ohne weißen Zucker oder Kristallzucker – Geht das?
Die meisten Kombucha-Liebhaber schwören drauf ihren Teepilz mit gewöhnlichem Haushaltszucker, Vollrohrzucker oder Rohrohrzucker zu füttern. Es gibt tatsächlich verschiedenste Alternativen zu diesen herkömmlichen Zuckerarten. Der Scoby benötigt für die Verstoffwechselung Kohlenhydrate. Diese Kohlenhydrate sind z.B. auch in Agavendicksaft, Honig oder Zuckerrübensirup vorhanden. Bei anderen Zuckerquellen kann sich der Fermentationsverlauf verändern. Wie gut eine konkrete Kombucha-Kultur damit arbeitet und ob eine Anpassungsphase erforderlich ist, hängt vom jeweiligen Ansatz ab. Es ist außerdem schwieriger die genaue Rezeptur für den perfekten Geschmack herauszufinden.

Agavendicksaft
Agavendicksaft ist ein natürlicher Süßstoff, der aus der Agavenpflanze gewonnen wird. Agavendicksaft besteht zu einem großen Teil aus Fruktose. Da sich Zuckerarten und Zusammensetzung von Haushaltszucker unterscheiden, kann sich auch der Fermentationsverlauf verändern. Wie eine konkrete Kombucha-Kultur darauf reagiert, lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Außerdem kann ein interessanter karamelliger Geschmack entstehen.
Ahornsirup
Ahornsirup ist konzentrierter Ahornsaft und besteht überwiegend aus Zucker. Er enthält daneben geringe Mengen verschiedener Mineralstoffe. Ob und wie gut eine Kombucha-Kultur damit fermentiert, hängt vom jeweiligen Ansatz ab. Das braucht sehr viel Geduld und der Kombucha wird etwas unkonventioneller schmecken.

Honig
Wird Kombucha mit Honig angesetzt spricht man von Jun-Kombucha. Oft dauert es längere Zeit, um den Scoby an Honig zu gewöhnen. Statt einer Tasse herkömmlichen Zuckers braucht man nur ⅞ der Menge an Honig für die gleiche Süßkraft.
Melasse
Melasse ist ein Nebenprodukt des herkömmlichen Zuckers und beinhaltet viel Eisen, Calcium und Magnesium. Der Scoby braucht eventuell etwas länger, um die einzelnen Bestandteile der Melasse zu brechen bis dann die Saccharose verstoffwechselt werden kann. Die Fermentation kann 7 bis 14 Tagen dauern.
Der Kombucha wird schneller sauer und schmeckt etwas bitterer und stärker.

Kokosblütenzucker
Kokosblütenzucker besteht überwiegend aus Saccharose und kann grundsätzlich als Zuckerquelle ausprobiert werden. Wie sich eine konkrete Kultur damit entwickelt, hängt von Rezeptur und Fermentationsbedingungen ab. Hier ist ebenfalls darauf zu achten, dass Kombucha mit Kokosblütenzucker schneller sauer wird und eine kürzere Fermentationszeit nötig hat.

















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3 Kommentare
Hat jemand Erfahrung bei der Ansetzung nur mit Dattelzucker?
Habt ihr auch Erfahrung mit Yacon Sirup?
😅Joa, und zwar ziemlich schnell. Innerhalb von 3 Tagen hatte ich Essig ☺️.